Das Wort "Seelsorge" mag in unserer technisierten Welt vielleicht antiquiert klingen. Aber wer sich einsam fühlt, wen eine Last drückt, wer Kummer hat und Sorgen, der ist auch heute noch darauf angewiesen, dass er sich einmal aussprechen kann. Schon das Aussprechen dessen, was einen belastet, kann Erleichterung bedeuten. Endlich ist es einmal raus! Oft wird alleine das schon als befreiend erfahren, auch wenn das dahinter stehende Problem damit nicht einfach beseitigt ist.

Wichtig ist auch, dass man sich Zeit nimmt. Nun sind freilich Pfarrer oft in einem engen Terminplan eingespannt. Dann ist es besser, einen späteren Gesprächstermin zu vereinbaren, damit man in Ruhe und ungestört miteinander sprechen kann. Selbstverständlich dürfen Sie darauf bauen, dass der Pfarrer Stillschweigen darüber behält, was Sie ihm anvertrauen. Natürlich auch dann, wenn es nicht nur um Sorgen und Nöte, sondern vielleicht um etwas geht, das Sie selbst als eine Schuld empfinden. Die Pflicht zur Verschwiegenheit des Pfarrers gilt weit über das sogenannte "Beichtgeheimnis" hinaus, das sogar vor Gericht geschützt bleibt.
Vielleicht geht es aber auch um Fragen des Glaubens. Manches lässt sich vielleicht mit dem Hintergrundwissen eines Theologen aufklären, manche Fragen und manche Zweifel werden bleiben - auch auf Seiten des Pfarrers. Aber auch hier hilft oft das gemeinsame Ringen um Glaubensfragen weiter oder es kann im Gebet bei Gott abgeladen werden.
Die beiden Pfarrer vor Ort kommen gerne zu Ihnen nach Hause oder sprechen mit Ihnen im Amtszimmer, dessen Doppeltüren verhindern, dass Unberufene hören, was besprochen wird.
